Deko mit pflanzen: welche luftreinigenden zimmerpflanzen passen in dunkle flure?

Deko mit pflanzen: welche luftreinigenden zimmerpflanzen passen in dunkle flure?

Warum Pflanzen im dunklen Flur überhaupt Sinn machen

Ich liebe Pflanzen als Deko — selbst in Bereichen ohne großes Fenster. Ein dunkler Flur muss nicht kahl und ungemütlich sein. Mit den richtigen Pflanzen lässt sich auch ein schmaler, lichtarmer Durchgang in eine einladende Zone verwandeln. Außerdem filtern manche Zimmerpflanzen Schadstoffe aus der Luft und verbessern so das Raumklima. Das war übrigens auch einer der Gründe, warum ich vor Jahren begonnen habe, meinen dunklen Hausflur zu begrünen: ein bisschen Leben, Farbe und frische Luft ohne aufwändige Lichtinstallationen.

Welche Pflanzen vertragen wirklich wenig Licht?

Nicht jede Pflanzenart eignet sich für dunkle Ecken. Viele Zimmerpflanzen, die gern als "luftreinigend" beworben werden, brauchen zumindest indirektes Licht. Es gibt aber eine zuverlässige Gruppe von robusten Tieflicht-Pflanzen, die mit wenig Sonne auskommen und trotzdem gesund aussehen. Hier sind meine Favoriten:

  • Zamioculcas zamiifolia (Glücksfeder) – extrem genügsam, speichert Wasser in den Rhizomen, braucht selten Wasser und kommt mit wenig Licht klar.
  • Sansevieria / Schwiegermutterzunge – nahezu unkaputtbar, toleriert dunkle Standorte und reinigt die Luft nachts.
  • Aspidistra elatior (Schusterpalme) – ideal für schattige Flure, sehr robust gegen Vernachlässigung.
  • Aglaonema (Kolbenfaden) – dekorative Blattzeichnung, kommt mit sehr wenig Licht zurecht, braucht aber etwas mehr Luftfeuchte.
  • Chlorophytum comosum (Grünlilie) – kann sich an dunklere Plätze anpassen, produziert viele Ableger und verbessert das Raumklima.
  • Epipremnum aureum (Efeutute) – wachstumsfreudig, auch als Hängepflanze toll; in sehr dunklen Ecken allerdings langsamer.
  • Philodendron scandens – robust und pflegeleicht, auch als Hänger geeignet.

Wie pflanzen "Luftreinigung" funktioniert

Der Begriff "luftreinigend" ist oft marketinggeladen, aber es gibt tatsächlich wissenschaftliche Hinweise — etwa die NASA-Studien — dass Pflanzen bestimmte flüchtige organische Verbindungen (VOCs) reduzieren können. In normalen Wohnungen ist der Effekt nicht so dramatisch wie ein Luftreiniger, aber in Verbindung mit regelmäßiger Lüftung, Staubwischen und wenig Schadstoffquellen tragen Pflanzen zu einem angenehmeren Gefühl bei. Für mich bedeutet das: Ich wähle Pflanzen, die pflegeleicht sind und mit meiner Wohnsituation harmonieren — der Beitrag zur Luftqualität ist ein Bonus.

Praktische Tipps für die Pflege im dunklen Flur

  • Weniger gießen: In dunklen Bereichen verdunstet Wasser langsamer — Staunässe ist die häufigste Fehlerquelle. Lieber seltener, dafür gründlich gießen und vor dem nächsten Mal die Erde prüfen.
  • Blätter abstauben: Staub verhindert Lichtaufnahme. Ein regelmäßiges Abwischen mit einem feuchten Tuch macht die Pflanzen lebendiger und effizienter.
  • Düngen sparsam: Bei geringem Licht reduziert sich das Wachstum. Düngen nur während der Wachstumszeit und sehr dosiert.
  • Umtopfen seltener: Solange die Wurzeln nicht im Topf drücken, gilt: weniger ist mehr. Viele Schattenpflanzen wachsen langsam.
  • Standortwechsel: Wenn möglich, stelle Pflanzen ab und zu an einen helleren Ort (z. B. einmal im Monat) — das revitalisiert sie.

Licht-Alternativen: Wann ein Pflanzenlicht sinnvoll ist

Manchmal hilft ein kleiner LED-Grow-Spot, besonders in komplett fensterlosen Fluren. Ich verwende oft schmale, dimmbare Full-Spectrum-LEDs, die sich unauffällig an der Wand oder Decke befestigen lassen. Geräte von Marken wie Philips oder Govee bieten gute, energiesparende Optionen. Achte auf eine warme Lichttemperatur (2700–3000 K) für eine gemütliche Atmosphäre und schalte die Leuchte mit einer Zeitschaltuhr für 6–10 Stunden pro Tag.

Gestaltungsideen für den Flur mit Pflanzen

Die Anordnung der Pflanzen beeinflusst die Wirkung sehr. Ich teile hier einige meiner Lieblingsideen:

  • Hängende Gruppe: Eine oder zwei Efeututen in hängenden Töpfen schaffen Tiefe ohne Bodenfläche zu beanspruchen.
  • Regal-Gruppe: Ein schmales Wandregal mit drei Ebenen ist perfekt für kleine Töpfe mit Grünlilien, Schusterpalme und Aglaonema.
  • Statement-Pflanze: Eine große Aspidistra oder Glücksfeder in einer schönen Vase wirkt auch in dunkleren Ecken als Blickfang.
  • Kombination mit Spiegeln: Ein Spiegel in Augenhöhe reflektiert Licht und lässt den Flur heller wirken.
  • Pflanzen und Kunst: Ich kombiniere Pflanzen mit kleinen Bildern oder Wandleuchten — das macht den Flur wohnlich.

Upcycling-Ideen für Töpfe und Pflanzgefäße

Als Verfechterin nachhaltiger Wohnideen nutze ich oft vorhandene Materialien:

  • Alte Konservendosen mit Sprayfarbe und Bohrlöchern werden zu charmanten Mini-Töpfen.
  • Weinkisten als Regalkästen sind perfekt für mehrere kleine Pflanzen.
  • Alte Keramikschalen oder Zinkwannen eignen sich als Übertopf — bei Bedarf mit Tonkugeln als Drainageschicht.
  • Makramee-Hänger aus recyceltem Garn geben einem dunklen Flur Struktur und erlauben interessante Höhenstaffelungen.

Was tun bei Problemen: Schädlinge, gelbe Blätter, Wachstumsstopp

Die häufigsten Probleme in dunklen Fluren sind Überwässerung und Staunässe. Gelbe Blätter = erstes Warnsignal. So gehe ich vor:

  • Prüfen, ob der Topf Abflusslöcher hat; wenn nicht, in einen Topf mit Loch umtopfen.
  • Wurzelkontrolle: Wenn die Wurzeln matschig riechen, Topfballen kontrollieren und faules Gewebe entfernen.
  • Schädlinge wie Spinnmilben oder Blattläuse entstehen öfter bei trockener Luft; bei Befall mit einem milden Neem-Öl Spray behandeln.
  • Bei Wachstumsstopp: Standort für einige Wochen an einen helleren Platz stellen und das Gießverhalten anpassen.

Tabelle: Schnellüberblick zu Pflanzen für dunkle Flure

Pflanze Lichtbedarf Gießen Haustiere
Zamioculcas zamiifolia sehr gering alle 2–4 Wochen giftig
Sansevieria sehr gering alle 3–6 Wochen leicht giftig
Aspidistra sehr gering alle 2–4 Wochen ungiftig
Aglaonema gering alle 2 Wochen leicht giftig
Chlorophytum (Grünlilie) gering 1× Woche (bei Bedarf) ungiftig
Epipremnum (Efeutute) gering alle 1–2 Wochen giftig

Meine Routine für einen immer gepflegten Flur

Bei mir ist es eine Mischung aus Minimalaufwand und kleinen Ritualen: einmal pro Woche Blätter abstauben, einmal im Monat kontrolliert gießen und im Frühling kurz an einen helleren Platz wechseln. Kleinere Pflanzen bekommen einen Tropfen Flüssigdünger alle zwei Monate während der Wachstumssaison. So haben meine Pflanzen in dunklen Zonen lange Freude und sehen frisch aus — ganz ohne täglichen Aufwand.

Wenn du möchtest, kann ich dir gern einen Pflanzplan für deinen spezifischen Flur zusammenstellen — nenne mir Lichtverhältnisse, Breite des Flurs und ob Haustiere mit im Spiel sind. Dann suche ich passende Arten und Gestaltungsideen für dein Zuhause.


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