Ich liebe es, aus kleinen Resten etwas Nützliches und Schönes zu zaubern. Dieses Mini-Garten-Projekt für die Fensterbank entstand an einem verregneten Nachmittag, als ich meine Plastikflaschen und ein paar Tonreste im Regal entdeckte. Das Ergebnis: selbstbewässernde Pflanzgefäße, die nicht nur praktisch sind, sondern auch nachhaltig und dekorativ wirken. Ich zeige dir, wie ich meine Gefäße baue, welche Pflanzen sich eignen und welche Fehler du vermeiden kannst.
Warum selbstbewässernde Gefäße?
Oft fehlen uns Zeit oder ein grüner Daumen — selbstbewässernde Gefäße sind da eine einfache Lösung. Sie sorgen dafür, dass Pflanzen kontinuierlich Wasser bekommen, reduzieren das Risiko des Über- oder Unterwässerns und sind ideal für Fensterbänke, bei denen die Temperatur stark schwanken kann. Außerdem liebe ich Upcycling-Projekte: Aus einer einfachen PET-Flasche und ein paar Tonresten wird im Handumdrehen ein hübsches Mini-Gefäß.
Materialien und Werkzeuge
Für mein DIY benötigst du wenig und vieles findest du wahrscheinlich schon zuhause:
| Material | Wofür |
| 1-2 Plastikflaschen (0,5–1,5 L) | Gefäßboden und Wassertank |
| Tonreste oder dünne Tonscherben | Dekoration, Drainageschicht oder Docht-Alternative |
| Pflanzenerde (Kräuter-/Blumenerde) | Substrat |
| Docht (Baumwollband, Stoffstreifen oder Baumwollschnur) | Wasserleitung vom Tank zur Erde |
| Schere, Cutter, Bohrer | Schneiden und Löcher |
| Klebeband/Heißkleber | Fixieren |
| Farbige Acrylfarbe oder Sprühfarbe (optional) | Gestaltung |
So baue ich mein selbstbewässerndes Pflanzgefäß
Ich zeige dir eine einfache Variante mit einer PET-Flasche als Wasserreservoir und einem oberen Teil als Pflanzgefäß.
1. Flasche vorbereiten: Schneide die Flasche in zwei Teile: einen unteren Tank und einen oberen Teil mit Flaschenhals, der später als Trichter fungiert. Die Größe der Flasche hängt davon ab, wie viel Wasser du speichern möchtest.
2. Docht einsetzen: Führe einen Baumwollfaden oder ein Stoffband durch den Flaschenhals, sodass ein Ende im Wasserreservoir hängt und das andere Ende in der Erde steckt. Ich knote den Docht am Flaschenhals innen fest oder fixiere ihn mit Heißkleber, damit er nicht rutscht.
3. Drainage anlegen: In das obere Gefäß gebe ich zuerst eine Schicht aus Tonscherben oder kleinen Steinen – das schafft Belüftung und verhindert Staunässe am Wurzelansatz. Tonreste sind ideal, weil sie porös sind und Wasser speichern können.
4. Erde einfüllen: Fülle die Kräuter- oder Blumenerde ein, sodass der Docht gut in der Erde liegt. Die Erde sollte leicht angedrückt werden, aber nicht zu fest, damit die Wurzeln Luft bekommen.
5. Zusammensetzen: Setze das obere Gefäß mit dem Docht auf das untere, sodass der Docht in das Wasser taucht. Drehe die obere Hälfte umgekehrt in die untere oder setze sie einfach auf — wichtig ist, dass die Verbindung stabil ist und kein Licht in den Tank gelangt (sonst bildet sich Algen).
6. Dekorieren: Hier kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen: Tonreste als Mosaik um das Gefäß kleben, die Flasche mit Acrylfarbe streichen oder mit Naturkordel umwickeln. Wenn du Tonmosaik benutzt, einfach die Stücke mit Bastelkleber befestigen und nach dem Trocknen leicht verfugen.
Welche Pflanzen eignen sich?
Für die Fensterbank bevorzuge ich Kräuter und kompakte Zimmerpflanzen. Sie passen gut in kleine Gefäße und profitieren von der gleichmäßigen Wasserversorgung.
Gießrhythmus und Pflege
Der Vorteil eines selbstbewässernden Systems ist, dass du seltener gießen musst. Ich kontrolliere alle 7–14 Tage den Wasserstand im Tank und fülle bei Bedarf nach. Kleine Tricks:
Häufige Probleme und Lösungen
Ich habe einige Fehler selbst gemacht und daraus gelernt — hier die häufigsten Probleme und wie du sie vermeidest:
Variationen und Styling-Ideen
Ich experimentiere gerne mit verschiedenen Looks:
Nachhaltigkeit und Ressourcen
Dieses Projekt ist für mich mehr als Basteln: Es ist ein Statement. Indem ich Plastikflaschen wiederverwende und Tonreste statt neuen Materialien nutze, reduziere ich Abfall. Wenn ich neue Materialien kaufe, achte ich auf umweltfreundliche Optionen wie biologische Erde, natürliche Dochte und ungiftige Farben (z. B. Auro, Kreidefarben oder wasserbasierte Acrylfarben).
Wenn du Lust hast, schicke mir gern Fotos deiner Mini-Gärten oder schreib, welche Pflanzen bei dir am besten gedeihen. Ich freue mich immer, Ideen auszutauschen und neue Upcycling-Varianten auszuprobieren.