So baust du eine einfache bilderleiste aus ikea-rahmen ohne bohren

So baust du eine einfache bilderleiste aus ikea-rahmen ohne bohren

Ich zeige dir, wie du ganz einfach eine dekorative Bilderleiste aus IKEA-Rahmen baust – ganz ohne Bohren. Dieses Projekt ist ideal für Mietwohnungen, unruhige Wände oder für alle, die flexibel bleiben wollen. Ich habe diese Methode in meiner eigenen Wohnung ausprobiert und liebe, wie schnell sich ein Raum mit wenig Aufwand verändert. In diesem Beitrag erkläre ich Materialwahl, Schritt-für-Schritt-Anleitung, sichere Befestigungsoptionen ohne Bohren sowie Styling- und Pflege-Tipps.

Warum eine Bilderleiste aus IKEA-Rahmen?

Bei mir begann alles mit ein paar RIBBA- und HOVSTA-Rahmen von IKEA. Sie sind günstig, schlicht und lassen sich toll bemalen oder bekleben. Anstatt schwere Regalbretter zu kaufen, habe ich die Rahmen so modifiziert, dass sie als schmale Leiste dienen — perfekt für kleine Prints, Postkarten oder Pflanzen in kleinen Töpfen. Der große Vorteil: kein Bohren, keine sichtbaren Dübel, und ich kann das Arrangement jederzeit ändern.

Materialien und Werkzeuge

Ich empfehle, nicht zu viele Spezialwerkzeuge zu verwenden. Viele Dinge hast du vielleicht schon zuhause.

MaterialEmpfehlungWarum
IKEA-RahmenRIBBA 30x40, 21x30 oder schmale HOVSTAGünstig, passend im Look
Dünnes Brett / Leiste4–6 mm Sperrholz oder MDF-Streifen Basis der Leiste für Stabilität
Klebeband / Montagekleber3M Command Strips, Tesa Powerbond, Montagekleber Bohren-freie Befestigung
Flüssiger Sekundenkleber oder HolzleimFür Verklebungen Fixiert Rahmen an Leiste
Farben & LackAcryl-, Kreide- oder Holzlack Personalisierung & Schutz
SchleifpapierKörnung 120–220 Glatt schleifen vor dem Lackieren
Maßband & BleistiftZum Ausmessen Genauigkeit

Vorbereitung: Maße und Layout planen

Bevor ich zu kleben beginne, messe ich die Wand und überlege mir das Layout. Eine typische Leistentiefe von 6–10 cm reicht für kleine Rahmen und Postkarten. Wenn du Pflanzen oder dickere Objekte stellen willst, plane 12–15 cm ein. Mir hilft es, Papier in der geplanten Leistentiefe auszuschneiden und an die Wand zu kleben — so sehe ich direkt, ob die Proportionen stimmen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • Rahmen auswählen: Ich verwende verschiedene Größen, aber dieselbe Rahmenfarbe für eine ruhige Optik.
  • Bretter zuschneiden: Schneide ein Sperrholz- oder MDF-Stück in der gewünschten Länge. Für eine saubere Kante lasse ich 1–2 mm Spiel zwischen Rahmenrückwand und Leiste.
  • Schleifen & grundieren: Leicht schleifen, dann mit einem Primer oder der gewünschten Farbe lackieren. So schützt du das Holz und es wirkt hochwertiger.
  • Rahmen vorbereiten: Entferne Rückwand und Glas aus den IKEA-Rahmen, wenn möglich. Oft reicht es, die Rückwand so anzupassen, dass sie flach auf der Leiste liegt.
  • Rahmen befestigen: Ich benutze 3M Command Strips (je nach Gewicht mehrere pro Rahmen) oder Tesa Powerbond für eine feste Verbindung zwischen Rahmenrückseite und Leiste. Alternativ verklebe ich mit dünnem Montagekleber punktuell — aber nur, wenn die Befestigung dauerhaft sein darf.
  • Leiste an der Wand anbringen: Für die Wandbefestigung ohne Bohren nutze ich große 3M Command Strips oder selbstklebende Montageplatten. Achte auf maximale Gewichtsangabe der Strips! Bei sehr langen Leisten kombiniere ich mehrere Strips entlang der Länge.
  • Endmontage: Nachdem die Leiste an der Wand sitzt, stelle ich die Rahmen darauf, positioniere sie und ergänze Klebepunkte innen, damit nichts verrutscht.

Sicherheits- und Gewichtshinweise

Das wichtigste zuerst: Klebeprodukte haben Gewichtslimits. 3M Command Strips geben klare Angaben (z. B. 1–2 kg pro Strip bei idealer Anwendung). Wenn du schwere Rahmen oder mehrere Glasstücke verwenden möchtest, solltest du auf bohrfreie Alternativen verzichten oder zumindest die schweren Teile separat sichern. Ich verzichte bei Glas auf zu hohe Belastung und verwende oft Plexiglas statt echtem Glas — leichter und bruchsicher.

Varianten ohne Bohren

  • Leichte Hängung mit Klemmleisten: Es gibt schmale Bilderleisten als Klemmleisten von Herstellern wie Tesa oder Command.
  • Selbstklebende Regalträger: Für etwas tiefere Leisten können starke selbstklebende Regalträger funktionieren (Achtung: Gewichtslimit).
  • Wandaufkleber als Führung: Ich habe schon mit dekorativen Wandstickern experimentiert, die die Illusion einer Leiste geben und dadurch Rahmen optisch gruppieren.

Styling-Tipps

Ich liebe es, unterschiedliche Höhen und Formate zu mischen. Einige Tricks, die bei mir gut funktionieren:

  • Beginne mit einem größeren Bild als Anker und ergänze kleinere Rahmen.
  • Variiere Materialien: ein Metallrahmen, ein bemalter Holzrahmen und ein weißer IKEA-Rahmen wirken spannend.
  • Füge kleine Dekoelemente hinzu: eine Mini-Pflanze, Keramikfiguren oder ein Kerzenhalter.
  • Wechsle saisonal: Postkarten, getrocknete Blumen oder kleine Drucke können schnell ausgetauscht werden.

Pflege und Anpassungen

Bei staubigen Leisten genügt ein weiches Tuch. Falls sich etwas lösen sollte, prüfe zuerst die Haftfläche (sauber, fettfrei und trocken). Manchmal hilft es, die Strips zu erneuern oder zusätzliche Punkte zu kleben. Bei Umzug lasse ich die Strips langsam und im Winkel abziehen, das schützt die Tapete.

Häufige Probleme & Lösungen

  • Die Leiste hält nicht: Reinige Wand und Leiste mit Alkohol, lasse den Kleber 1 Stunde anpressen und warte die empfohlene Zeit bevor du belastest.
  • Rahmen verrutscht: Ergänze kleine rutschfeste Pads auf der Leistenoberfläche oder innen an der Rahmenunterseite.
  • Wölbt sich die Leiste: Dünnes Sperrholz kann sich biegen — nimm ein dickeres Material oder stärke die Rückseite mit einem Profilbrett.

Dieses Projekt ist für mich ein perfektes Beispiel, wie man mit wenig Material und Kreativität großen Effekt erzielt. Du brauchst keine komplizierten Werkzeuge, nur ein bisschen Zeit, die richtigen Kleberlösungen und ein Auge fürs Styling. Wenn du möchtest, kann ich dir auch gern eine Einkaufsliste für ein konkretes Maß oder Vorher-Nachher-Fotos aus meinem Wohnzimmer schicken — oder Ideen für saisonale Wechsel-Dekos.


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